Alte Gunsleber Ansichtskarten

 

Gunsleber Skizzen

 

Von Otto Schünemann

Lager des Reichsarbeitsdienstes (RAD) "Graf Thietmar" in Gunsleben
Lager des Reichsarbeitsdienstes (RAD) "Graf Thietmar" in Gunsleben

 

Reichsarbeitsdienstlager "Graf Thietmar"

 

Eckdaten über das am Ortsausgang in Richtung Wackersleben gelegene Reichsarbeits-dienstlager (RAD) „Graf Thietmarr“.

1935 Einführung der Arbeitsdienstpflicht in Deutschland - Sept. 1935 Aufbau des Lagers gegenüber dem Gänseanger. Hauptaufgabe: Regulierung des Großen Bruchs, danach nur noch militärische Ausbildung. - Aug. 1939 Abmarsch und Einsatz während des Polenfeldzuges - bis 1945 Militärische Ausbildung (6 Monate) - 10.04.1945 Auflösung des Lagers (Kriegsende) - 11.04.1945 Plünderung des Lagers durch die Bevölkerung - 17.04.1945 Belegung mit deutschen Kriegsgefangenen - 01.07.1945 Entlassung der Kriegsgefangenen (britische Besatzung) - 03.07.1945 Einmarsch der Roten Armee in Gunsleben - 20.07.1945 Abriss des Lagers durch die Russen - Frühj. 1946 Umbruch der Fläche, Umwandlung in eine Obstplantage (Bodenreform) - Besitzer Fleischermeister Friedrich Jacobs und Ernst Horneffer.

 

Das ehemalige Rittergut um 1928. Im Vordergrund die Hofausfahrt zum Üpling, links der Schafstall und im Hintergrund der Schlosspark und das Gutsschloss.
Das ehemalige Rittergut um 1928. Im Vordergrund die Hofausfahrt zum Üpling, links der Schafstall und im Hintergrund der Schlosspark und das Gutsschloss.
Die ehemalige Wassermühle: erste schriftl. Erwähnung 1615, Stilllegung 1925. Links Wohnhaus und Stallung (verdeckt), in der Mitte der Taubenturm und rechts das Mühlenhaus mit zwei Mahlgängen für Getreide und einer Rossmühle zur Ölgewinnung aus Flachs.
Die ehemalige Wassermühle: erste schriftl. Erwähnung 1615, Stilllegung 1925. Links Wohnhaus und Stallung (verdeckt), in der Mitte der Taubenturm und rechts das Mühlenhaus mit zwei Mahlgängen für Getreide und einer Rossmühle zur Ölgewinnung aus Flachs.
Der ehemalige "Witwenhof" in der Hauptstraße gegenüber dem Kriegerdenkmal.
Der ehemalige "Witwenhof" in der Hauptstraße gegenüber dem Kriegerdenkmal.
Das ehemalige Nachtwächterhaus in der Unteren Bergstraße.
Das ehemalige Nachtwächterhaus in der Unteren Bergstraße.
Die als Sportplatz genutzte Boockmann'sche Sandkuhle um 1950.
Die als Sportplatz genutzte Boockmann'sche Sandkuhle um 1950.