Gunslebens Freiwillige Feuerwehr (en)

Ehrenamt zum Schutz und Wohl der Einwohner

Unter Wehrleiter Ralf Pfeifer † (5.v.re.) wurde die Gunsleber Freiwillige Feuerwehr am Vorabend des 1. Mai 2007 ausgezeichnet.
Unter Wehrleiter Ralf Pfeifer † (5.v.re.) wurde die Gunsleber Freiwillige Feuerwehr am Vorabend des 1. Mai 2007 ausgezeichnet.

Die FFW Gunsleben wurde am 22.10.1922 gegründet. Ihr gehörten damals 20 Kameraden an. Über die Geschichte der FFW Gunsleben und ihre Wehrleiter bis 1945 ist nichts überliefert. Nach 1945 übten nacheinander Anton Pollok (von 1945 bis 1965), Gerhard Misch (von 1965 bis 1989), Ralf Pfeiffer (1989 - 2012) und ab 2012 Mathias Langer jeweils die Wehrleiterfunktion im Rang eines Brandmeisters aus. Um ständig auf der Höhe ihrer Aufgaben zu sein, bedurfte es einer erfolgreichen Absolvierung zahlreicher Qualifizierungsmaßnahmen, u.a. in Heyrothsberge und Magdeburg. Die Personalstärke sank von 24 (1962) auf gegenwärtig 15 Kameraden, die über Funkausbildung, Maschinenbedienungs- und Atemschutzausbildung sowie Kettensägenbetätigung verfügen. Fünf Kameraden durchliefen die Trupp- und vier die Gruppenführerausbildung.

Die Gunsleber Feuerwehr unter den Wehrleitern Anton Pollok (1945 - 1965) oben li. und Gerhard Misch (1965 - 1989) oben re., der ebenfalls die Frauen- und Jugendfeuerwehr leitete.

 

Gunsleber Jugendfeuerwehr im Jahr 2005  unter Leitung von Annett Henning.
Gunsleber Jugendfeuerwehr im Jahr 2005 unter Leitung von Annett Henning.

Zwischenzeitlich verfügte die Gunslebener Wehr auch über eine Frauenfeuerwehr und eine Jugendfeuerwehr, letztere mit 18 Kindern. Diese wurden mit viel Engagement bis zu ihrem Wegzug vom Löschmeister Mathias Bruns und der Kameradin Annett Hennig ausgebildet. Alle Abteilungen bewiesen in vielen Übungen und Wettbewerben einen guten Ausbildungsstand. Die unvermeidliche Auflösung der Frauen- und Jugendfeuerwehr war der demographischen Entwicklung geschuldet.

Mathias Bruns (li.) und Ralf Pfeifer †
Mathias Bruns (li.) und Ralf Pfeifer †

Die Geräteausrüstung konnte kontinuierlich verbessert werden. So traten an die Stelle von Tragkraftspritzenanhängern motorisierte Löschfahrzeuge.
Zumeist in Eigenleistung wurde das Gerätehaus umgebaut, wobei jeder Kamerad ca. 150 Stunden leistete. Bedeutsam waren dabei die Einrichtung eines Schulungsraumes und die Pflasterung der Einfahrt. Bis auf den Wohnungsbrand im Wohnhaus von Markus Buchholz waren Einsätze zur Bekämpfung von Großbränden ab 2000 nicht erforderlich. Ein Brand der Schweinemastanlage lag schon länger zurück. Bekämpft indes wurden Wassereinbrüche in Keller oder verkehrsgefährdende Öllachen.

Die Freiwilligen Feuerwehren Gunsleben und Neuwegersleben bei einer gemeinsamen Übung.
Die Freiwilligen Feuerwehren Gunsleben und Neuwegersleben bei einer gemeinsamen Übung.

 

Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart wurde

und kein Freiwilliger mehr ein Ehrenamt ausübt,

dann merken wir, dass Geld allein kein Feuer löschen kann!