Ein Gedenkstein erinnert an das Jubiläum

Eine Urkunde bezeugt die 900-jährige Geschichte Gunslebens. Zwar sind sich Historiker einig, dass der Ort bereits vorher besiedelt war, dennoch haben die heutigen Bewohner das geschichtsträchtige Datum im wahrsten Sinne des Wortes in Stein gemeißelt.

Als Erinnerung an die 900-jährige Geschichte von Gunsleben und den damit verbundenen Feierlichkeiten in diesem Jahr ist am vergangenen Wochenende ein Gedenkstein auf dem Gunsleber Dorfplatz feierlich enthüllt worden. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Am Großen Bruch, Eva Stroka (FDP), viele Einwohner aus dem Ort sowie Gäste aus umliegenden Dörfern hatten den Festakt begleitet und ließen interessante Daten, bedeutende Namen und geschichtliche Ereignisse des kleinen Ortsteiles am Großen Bruch Revue passieren.

Alle Spender wurden auf kleinen Natursteinen verewigt. Hier beschriftet Gerda Thormeier vom Landfrauenverein einen "Mini-Findling" mit dem Namen von Maurice Buchholz.

Dietmar Buchholz aus Gunsleben erinnerte in seiner Festrede an die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1112, die zwar eine schriftliche Ersterwähnung darstellt, aber dennoch nicht das wahre Alter von Gunsleben bezeugt. Es wird vermutet, dass Gunsleben, bedingt durch die Völkerwanderung und die Siedlung der sogenannten "Warnen", bereits viele Jahre vorher gegründet wurde.

Dietmar Buchholz berichtete von bedeutenden Persönlichkeiten, die einst in Gunsleben geboren wurden oder gelebt haben. Er erinnerte beispielsweise an Personen aus der Familie "derer von Asseburg", den Obstbaumzüchter Samuel David Ludwig Henne, Kupferstecher Siegfried Henne sowie Naturschützer Fritz Uehr.

Sein Dank ging an die zahlreichen Bürger, die sich mit Spenden an der Finanzierung des gut 600 Millionen Jahre alten Steines beteiligt haben. Hierzu gehören neben Familien aus Gunsleben auch Vereine, Bau- und Transportfirmen, ehemalige Gunsleber sowie ein Steinmetz aus Oschersleben.

 

Quelle: Volksstimme vom 2.10.2012